Andacht mit Abstand 

Ein ungewöhnliches Schuljahr ging zu Ende. Doch auch die bestehenden Abstands- und Hygieneregeln hielten die Schulfamilie der Schule hier in Marktleugast nicht davon ab, eine Jahresschlussandacht abzuhalten. Eine??? Nein, gleich mehrere! Genau genommen in sechs Andachten verabschiedeten sich die Schülerinnen und Schüler in die wohlverdienten Sommerferien. Aufgrund der immer noch geltenden Corona-Regeln mussten die Andachten, die von Pfarrerin Heidrun Hemme und ihrem katholischen Kollegen Pater Silvester zelebriert wurden, ins Freie verlegt werden und im kleinen Rahmen, mit nur wenigen Schülern, stattfinden. Frau Hemme erzählte die Geschichte von Dan und seinem Großvater Noah, der auf der Arche lange Zeit eingeschlossen war und nicht hinaus konnte. Um an die Schönheit der Welt erinnert zu werden, bemalte dieser Steine mit den wunderbaren Dingen, die auf der Erde zu finden sind. So konnte er die Bilder betrachten und sich daran erfreuen, solange bis er die Arche wieder verlassen durfte und alles wieder „in echt“ da war. Auch die SchülerInnen aus Marktleugast hatten im Vorfeld Steine mit Symbolen der Hoffnung, Freude und Liebe bemalt. Diese legten sie während des Gottesdienstes in einen riesigen Sandkasten zu einem bunten Bild zusammen, in der Hoffnung und im Glauben daran, dass auch wir alle wieder unbeschränkt hinaus in die weite Welt gehen dürfen. Mit dem Lied von Roy Black und Anita schickten die Geistlichen die Kinder nach Hause, denn „Schön ist es auf der Welt zu sein“, weil „das Schönste im ganzen Jahr das sind die Ferien“ und „das Schönste im Leben ist die Freiheit“.

 

Text und Fotos: Tanja Herold